Rezension: Die Bienenhüterin

Lesegrund:

 

Im Juni verschlang ich mein erstes Buch der Autorin Sue Monk Kid - ich war begeistert und schrieb dazu meine erste Blog-Rezension ("Die Erfindung der Flügel")! Nun schmökerte und schlenderte ich vor wenigen Wochen durch eine Koblenzer Buchhandlung, als mir  Sue Kids Debütroman "Die Bienenhüterin" in die Hände fiel. Ein Zeit lang lag es jetzt noch auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) bis ich die Zeit fand, um endlich in die Geschichte der "Bienenhüterin" einzutauchen...

 

 Inhalt:

 

"Lilys Mutter ist vor zehn Jahren umgekommen. Ihr Vater herrscht wie ein grausamer Rachegott über die inzwischen 14-jährige. Eines Tages flieht Lily aus der bedrückenden Atmosphäre ihres Elternhauses. Sie findet bei drei Bienenzüchterinnen Unterschlupf, die sie behüten und in die Geheimnisse weiblichen Wissens einweihen. Doch eines Tages steht der Vater am Gartentor..."

 

(Textquelle: btb Verlag/Sue Monk Kid)

 

Meine Meinung:

 

Der Roman "Die Bienenhüterin" von Sue Mond Kid ist ein schönes und sanftes Buch. Es ist für ruhige Lesestunden gedacht und wer Action und Aufregung sucht, ist hier definitiv falsch. Obwohl Sue Monk Kids Schreibstil in ihren späteren Werken geschliffener, ja vielleicht sogar ein Hauch poetischer wirkt, trifft sie in "Die Bienenhüterin" genau den richtigen Ton. Auch schenkt sie der 14-jährigen Protagonistin Lily Gedankengänge und Handlungen, welche für dieses Alter üblich sind. Nicht jedem Autor gelingt dies. 

 

Wenngleich Sue Monk Kids Schreibstil ruhig und ohne Aufregung auskommt, so lässt der Inhalt den Leser doch nachdenklich zurück. Sue Monk Kid führt uns in die frühen sechziger Jahre der U.S. Südstaaten. Rassenhass, Diskriminierung und Gewalt sind an der Tagesordnung. Immer wieder erschreckt die Tatsache, dass diese Gegebenheiten nicht einmal 60 Jahre zurück liegen. Wenn überhaupt. Bedenkt man den 2017 bekannt gewordenen Rassenhass von Charlottesville, bedenkt man die Vorfälle gegen Flüchtlinge in Deutschland oder die fürchterlich-fremdenfeindlichen Aussagen einiger Weltpolitiker, dann erkennt man, dass all dies nicht fern, und schon gar nicht vorbei ist. Leider.

 

Ohne kitschig zu wirken, stellt die Autorin Sue Monk Kid dem Rassenhass und der Diskriminierung immer wieder die Werte von Nächstenliebe und Barmherzigkeit entgegen. Auch die Suche der 14 jährigen Lily nach sich selbst, nach Liebe und Geborgenheit, wird schließlich von diesen Prinzipien gelenkt und beeinflusst. Sue Monk Kid zeigt, dass wir Liebe in den unterschiedlichsten Formen und an den unterschiedlichsten Orten finden können - wir müssen nur die Augen offen halten und sie zur rechten Zeit erkennen!

 

 Fazit:

 

"Die Bienenhüterin" ist ein schönes und ruhiges Buch, das zum Nachdenken anregt. 

 

Weitere Informationen:

 

Titel: Die Bienenhüterin

Autor: Sue Monk Kid

Verlag: btb Verlag (2005)

Genre: Gesellschaftsroman

Seitenzahl: 333 S.

Preis:  10,00 € (Taschenbuch)

ISBN 978-3-442-73281-4

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Rezension: Amrita - am Ende beginnt der Anfang

Lesegrund:

 

Amrita von Aditi Khorana fiel mir auf der Frankfurter Buchmesse aufgrund seines wunderschönen Covers ins Auge - sehr passend zum Ort des Geschehens, dem Orient! Auch der Klappentext lädt zum Träumen ein! Amrita landete somit schnell auf meiner "Leselistewunschliste" und schließlich in meinen Händen.

 

Inhalt:

 

"Duftende Mangohaine, wolkenverschleierte Berge, geheimnisvolle Tempel und der goldene Palast ihres Vaters - für Prinzessin Amrita gibt es keinen schöneren Ort als Shalingar. Um ihr Königreich vor dem schrecklichen Tyrannen Sikander zu schützen, willigt sie sogar ein, ihn zu heiraten, nur im nächsten Moment mitansehen zu müssen, wie ihre Welt ins Chaos gestürzt wird. Verraten und verfolgt, muss sie ihre große Liebe zurücklassen und fliehen. Gemeinsam mit der Seherin Thala und einem geheimnisvollen Fremden macht sie sich auf die Suche nach der Bibliothek des Seins, um die Vergangenheit ungeschehen zu machen. Doch welchen Preis muss sie dafür zahlen, ihre Geschichte neu zu schreiben?"

 

(Textquelle: "Amrita" von Aditi Khorana/Dressler Verlag)

 

Meine Meinung:

 

Das Buch Amrita beginnt mit einem wunderschönen Text über die Parabel vom Land der Bäume und führt weiter in Amritas magische Welt. Die Autorin Aditi Khorana zeigt Worte, orientalische Landschaften und Gerüche von unglaublicher Schönheit und trifft einen solch' leichten Ton, dass der vielleicht auch etwas jüngere Leser ohne Schwierigkeiten in und durch das Buch findet. 

 

Die Storyline von Amrita war mir persönlich an einigen Stellen etwas zu flach und ich hoffte ab etwa der Mitte des Buches auf etwas mehr Action - von den Protagonisten wie auch den Antagonisten. Gleichzeitig möchte ich hier den Hinweis einwerfen, dass sich um ein Jugendbuch handelt und nicht um einen Thriller für Erwachsene! Amritas Geschichte rührte mich am Ende zu Tränen und sollte es irgendwann einmal eine Fortsetzung von Amrita geben, würde ich mich freuen!

 

Fazit:

 

Amrita ist ein schönes Jugend- und Fantasybuch zum Träumen! Perfekt für einen kalten Winterabend!

 

Besonderheit des Buches:

 

Eine Kleinigkeit möchte ich nun noch erwähnen: am Ende von Amrita findet sich Aditi Khoranas Nachwort. Dieses hat  mich überrascht und berührt. Ich halte ihre Worte für mutig und richtig. Aus diesem Grund findet sich hier in der Kategorie Besonderheiten des Buches, eben dieses Nachwort:

 

"Oft wird die Moral einer Geschichte erst am Ende klar, doch bei Amrita wollte ich nicht so lange warten und von Anfang an eins deutlich machen: Wenn unser Handeln einzig von Eigeninteresse bestimmt ist und die Rechte und Erfahrungen anderer außer Acht lässt, verlieren alle. Handeln wir aber im Dienst einer übergeordneten Sache, selbst wenn es uns etwas, vielleicht sogar viel kostet, so werden wir von Liebe, Empathie und Weisheit tiefgreifend verändert. Und verändern unsererseits die Welt.

Die Menschen auf unserem kleinen Planeten sind heutzutage oft durch Furcht und Schrecken geplagt; ich weiß das, weil auch mich nach dem Schock der amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2016 Sorge und Verzweiflung umtrieben. Wochenlang war mir das Schreiben unmöglich. Ich befand mich in einem Zustand tieder Trauer und sorgte mich um meine Freunde und Familie, um Umwelt, Bürgerrechte und den politischen Dialog. Kurz zuvor hatte ich ein Manuskript abgeschlossen, das vom heimtückischen Angriff eines patriarchalischen Diktators handelte, der sich ein idyllisches Königreich einverleiben wollte. Nun kam es mir so vor, als wäre die Literatur Wirklichkeit geworden.

Doch nicht zum ersten Mal, das wurde mir klar, haben die Kräfte des Hasses und der Ignoranz es irgendwie geschafft, jenen Politikern, die für Ausgleich und Gerechtigkeit stehen, die Macht zu entreißen. Es war nicht das erste Mal, dass die Systeme und Institutionen, in die wir unser Vertrauen gesetzt hatten, ja die Humanität selbst, uns so enttäuschten. So traurig es ist, Hass hat es immer schon gegeben, auch vor dieser Wahl.

Und doch tut es jedes Mal von neuem weh, nicht wahr? Es schockiert uns bis ins Mark und wir fühlen uns ausgeliefert. Ich bin eine Frau, ich stamme aus einer Einwandererfamilie, meine Haut ist braun und ich bin Schriftstellerin. Die Welt, in der ich aufgewachsen bin, hat sich nie Mühe gegeben, ihre Geringschätzung mir gegenüber zu verhehlen. Mein ganzes Leben lang habe ich versucht, mich und meine Lieben vor dieser Verachtuung zu schützen, die sich gegen alles richtet, das anders ist.

Diese Erfahrung war für mich der Antrieb, dieses Buch zu schreiben. Schon oft in der Geschichte haben Menschen wie ihr, liebe Leser, und ich sich in einer Kultur der Missgunst und der Ausgrenzung gegenübergesehen. Aber es hat auch immer Menschen wie euch und mich gegeben, die bestrebt waren, durch Wandel und Erneuerung eine bessere Kultur zu schaffen und die Bösen wie Unkraut zu entfernen. Eine Kultur, in der jeder zählt, egal, welche Rasse, welchem Geschlecht, welcher Religion er angehört oder wen er liebt. Eine Kultur, in der jede persönliche Geschichte zählt.

Wir werden es auch diesmal schaffen, denn wir sind nicht besiegt. Wir werden nicht klein beigeben. Es ist an uns, Netzwerke der Güte zu schaffen, wo immer wir sind, es ist an uns, jede Ungerechtigkeit ins Licht der Öffentlichkeit zu zerren. Daher seid tapfer und lasst euch nicht unterkriegen. Ich kämpfe an eurer Seite."

 

Aditi Khorana

 

Weitere Informationen:

 

Titel: Amrita - am Ende beginnt der Anfang

Autor: Aditi Khorana

Verlag: Dressler Verlag GmbH

Genre: Jugendbuch/Fantasyroman

Seitenzahl: 334 S.

Preis: 17,99 € (Hardcover)

ISBN: 978-3-7915-0056-0 

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Rezension: Palast der Finsternis

Lesegrund:

 

Ein Buch mit solch einem Cover und Titel lässt mein Fantasy-Herz höher schlagen! Und wenn dann im Klappentext auch noch etwas von Französischer Revolution, einem Schmetterlingswappen und einem geheimen Forschungsauftrag  steht, bin ich verloren...

 

Inhalt:

 

"Kannst du auch in riskanten Situationen Ruhe bewahren? Besitzt du besondere Talente, von denen niemand weiß? Hast du den Ehrgeiz, etwas zu tun, was noch niemand vor dir gewagt hat...?

Für diese geheimnisvolle und geheime Expedition sind die Außenseiterin Anouk und vier weitere erfolgreiche Kandidaten nach Paris gereist. Ihr Auftrag: einen unterirdischen Palast zu erforschen, den ein verrückter Adliger vor der Französischen Revolution für seine Familie erbauen ließ. Doch hinter der Tür mit dem Schmetterlingswappen erwartet die Jugendlichen in jedem Raum eine neue Gefahr und ein neuer Abgrund, den sie nur gemeinsam bezwingen können."

 

(Textquelle: Palast der Finsternis/Stefan Bachmann/Diogenes Verlag)

 

Meine Meinung:

 

Aufgrund des Klappentextes kommt Palast der Finsternis im ersten Moment als Abenteuer- und Fantasyroman daher. Nichts bereitet den Leser auf den tatsächlichen Inhalt vor, denn der Autor Stefan Bachmann nimmt den Leser mit auf eine surreale Reise in die Tiefe, in die Finsternis! Es ist alptraumhaft, surreal und skurril bis auf die Knochen. Es gibt Wendungen und Ecken und immer wieder die Frage, ob diese Wirren noch zu entknoten sind. Ich möchte hier nicht verraten, wie das Buch ausgeht. Ich kann auch nicht sagen, ob es sich bei dem Genre des Buches um Fantasy, Science Fiction oder sogar Horror mit einem Touch Historie handelt - ich weiss nur: es ist auf eigenartige Weise mega spannend und literarisch großartig! Wer sich drauf einlässt kann nur gewinnen! 

 

 Fazit:

 

Verrückt, aber großartig! Nichts für schwache Nerven!

 

Weitere Informationen:

 

Titel: Palast der Finsternis

Autor: Stefan Bachmann

Verlag: Diogenes Verlag

Genre: Roman/ Jugendbuch/Science-Fiction/Horror

Seitenzahl: 397

Preis: 18,00 

ISBN: 978-3-257-30055-0

Rezension: Origin

Lesegrund:

 

Illuminati, The Da Vinci Code, Das verlorene Symbol, Inferno, Diabolus und Meteor - ich liebe Dan Brown und habe alle seine bisherigen Bücher verschlungen! Leider habe ich es dieses Jahr auf der Frankfurter Buchmesse nicht zur Buchpräsentation seines neuen Buches Origin geschafft, war aber dann umso glücklicher, als ich den Thriller wenige Tage später zum Lesen in den Händen hielt.

 

Inhalt:

 

"Als der Millionär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner "bahnbrechenden Entdeckung", das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirsch Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.

 

Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, dass Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmonds Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen."

 

(Textquelle: Bastei Lübbe Verlag)

 

Meine Meinung:

 

Dan Brown hat sein neuestes Werk Origin nach altem Schemata aufgebaut: Robert Langdon wird Zeuge eines Mordes und flüchtet im Anschluss mit einer wunderschönen Frau durch halb Europa (dieses Mal ist es tatsächlich "nur" Spanien), um die Verschwörungen hinter dem Mord aufzuklären. Somit folgt Dan Brown der guten alten Weisheit: never change a winning game! Die Frage ist nur: wie lange kann man diese Strategie verfolgen, bevor sie zu bekannt wird, bevor sie für den Leser abgedroschen wirkt? Ich habe das Gefühl, ein kleiner Kurswechsel hätte dem Buch gut getan, denn beim Lesen geschieht etwas sehr untypisches für Dan Brown: die Dinge werden vorhersehbar. Bis zum Ende des Buches hatte ich noch gehofft, der eigentliche Gegner sei nicht der, den ich vermutete. Aber er war es - leider.

 

Und wenn ich schon von Antagonisten spreche: wo sind in Origin die ekelerregenden Gegner, wie sie in Dan Browns vorangegangenen Thrillern immer zu finden waren? Schließlich erinnert sich doch jeder noch an den sich selbst geißelnden Albino-Mönch Silas aus "The Da Vinci Code", oder?! Ja, diese Gestalten waren furchtbar, aber sie machten Dan Browns Bücher u.a. zu dem, was sie sind: weltweite Mega-Bestseller!

 

Auch mit dem Einbezug eines "fiktiven" spanischen Königshauses hatte ich meine Schwierigkeiten. Ich konnte mich nicht damit anfreunden, dass Brown eines der mächtigsten und bekanntesten Königshäuser Europas durch nicht-existierende und unrealistische Charaktere ersetzt: der Kronprinz von Spanien ist in Browns Origin von Geburt an Halbwaise, er heisst Julián und sein Vater ist homosexuell. Mhm, das mag Übersee-Lesern, welche ggf. mit der Zusammensetzung und Historie des Hauses Bourbon-Anjou weniger vertraut sind, nicht so sehr stören - was europäische Leser angeht, bin ich mir in dieser Hinsicht unsicher. 

 

Nun gut, genug kritisiert, denn seien wir mal ehrlich: ich nörgle hier auf hohem Niveau. Wäre es kein Buch von Dan Brown gewesen, wären meine Erwartungen andere gewesen und ich hätte hier wahrscheinlich überwiegend positiv von dem Buch berichtet. Dan Brown hat uns in den vergangenen Jahren einfach zu sehr verwöhnt und die Messlatte so hoch gelegt, dass es es selbst für ihn schwierig ist, sie immer zu halten! 

 

Fazit: Mir persönlich hätte es gefallen, wenn Dan Brown sich getraut hätte, einen kleinen Kurswechsel vorzunehmen. Nichtsdestotrotz: Trotzdem lesen! Dan Brown ist und bleibt gut!!

 

Weitere Informationen:

 

Titel: Origin

Autor: Dan Brown

Verlag: Bastei Lübbe AG, Köln

Erscheinungsdatum: 2017

Genre: Thriller

Seitenzahl: 670 S.

Preis: 28,00 € (Hardcover)

Rezension: Die Tochter des Winzers

Lesegrund:

 

Ich schlenderte über die Frankfurter Buchmesse, blieb am Counter von Amazon Publishing hängen und stöberte durch die ausgestellten Bücher. Schließlich fiel mir "Die Tochter des Winzers" in die Hände  und ich las den Klappentext. Eine Liebesgeschichte  in den französischen Weinbergen in der Loire und im kalifornischen Nappa Valley - das interessierte mich und so orderte ich das Buch wenige Tage später beim gleichnamigen Onlineversand und begann zu lesen.

 

Inhalt:

 

"Loiretal, 1895: In den französichen Weinbergen ist die Arbeit reine Männersache, doch die siebzehnjährige Sara Thibault kümmert das wenig. Von klein auf hat sie auf dem Weingut ihrem Vater geholfen, und ihr großer Traum ist es, später  selbst einmal Winzerin zu sein. Als Saras Vater bei einem tragischen Unfall stirbt, wird der jungen Frau von heute auf morgen jede Lebensgrundlage entzogen. Mit dem letzten Ersparten und einer gehörigen Portion Mut im Gepäck geht Sara an Bord eines Schiffs, das sie in die neue Welt bringen wird. Ihr Ziel sind die Weingüter Kaliforniens. Doch in Napa Valley angekommen, trifft sie auf den attraktiven Phillipe Lemieux - ausgerechnet den Mann, der ihr das Weingut ihrer Familie zurückgeben oder sie direkt zur Guillotine schicken könnte. Wenn Sara vernünftig wäre, dann würde sie Kalifornien so schnell wie möglich wieder verlassen. Aber sie bleibt..."

 

(Tinte & Feder, Amazon Media EU)

 

Meine Meinung:

 

Der Roman "Die Tochter des Winzers" ist ein nettes, jedoch unspektakuläres Buch für Zwischendurch. Kirsten Harnischs' Schreibstil bzw. die Übersetzung aus dem englischen ist sanft und flüssig. Es liest sich leicht und einfach, indes die Verbindung zum Wein und den Anbaugebieten eine schöne Kulisse und Grundidee darstellt.

Leider sind einige Zusammenhänge im Roman nicht stimmig und teilweise sogar ein wenig hanebüchen (keine Bisswunde reist z.B. urplötzlich nach über einem Jahr wieder auf und fängt stark an zu bluten...). Hier hätte etwas mehr Kreativität und Realität dem Buch gut getan.  Leider war die Geschichte in weiten Teilen auch vorhersehbar und die Protagonisten nicht in der Tiefe ausgebaut, wie ich es mir gewünscht hätte.

 

Fazit:

 

Es ist ein nettes Buch für Zwischendurch mit einer schönen Grundidee. Es ist kein Überflieger, aber ein Buch, dass man gut und mit Freude lesen kann.

 

Weitere Informationen:

 

Titel: Die Tochter des Winzers

Autor: Kristen Harnisch

Verlag: Tinte & Feder, Amazon Media EU

Genre: Roman

Seitenzahl: 346 S.

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)