Rezension: Die Tochter des Winzers

Lesegrund:

 

Ich schlenderte über die Frankfurter Buchmesse, blieb am Counter von Amazon Publishing hängen und stöberte durch die ausgestellten Bücher. Schließlich fiel mir "Die Tochter des Winzers" in die Hände  und ich las den Klappentext. Eine Liebesgeschichte  in den französischen Weinbergen in der Loire und im kalifornischen Nappa Valley - das interessierte mich und so orderte ich das Buch wenige Tage später beim gleichnamigen Onlineversand und begann zu lesen.

 

Inhalt:

 

"Loiretal, 1895: In den französichen Weinbergen ist die Arbeit reine Männersache, doch die siebzehnjährige Sara Thibault kümmert das wenig. Von klein auf hat sie auf dem Weingut ihrem Vater geholfen, und ihr großer Traum ist es, später  selbst einmal Winzerin zu sein. Als Saras Vater bei einem tragischen Unfall stirbt, wird der jungen Frau von heute auf morgen jede Lebensgrundlage entzogen. Mit dem letzten Ersparten und einer gehörigen Portion Mut im Gepäck geht Sara an Bord eines Schiffs, das sie in die neue Welt bringen wird. Ihr Ziel sind die Weingüter Kaliforniens. Doch in Napa Valley angekommen, trifft sie auf den attraktiven Phillipe Lemieux - ausgerechnet den Mann, der ihr das Weingut ihrer Familie zurückgeben oder sie direkt zur Guillotine schicken könnte. Wenn Sara vernünftig wäre, dann würde sie Kalifornien so schnell wie möglich wieder verlassen. Aber sie bleibt..."

 

(Tinte & Feder, Amazon Media EU)

 

Meine Meinung:

 

Der Roman "Die Tochter des Winzers" ist ein nettes, jedoch unspektakuläres Buch für Zwischendurch. Kirsten Harnischs' Schreibstil bzw. die Übersetzung aus dem englischen ist sanft und flüssig. Es liest sich leicht und einfach, indes die Verbindung zum Wein und den Anbaugebieten eine schöne Kulisse und Grundidee darstellt.

Leider sind einige Zusammenhänge im Roman nicht stimmig und teilweise sogar ein wenig hanebüchen (keine Bisswunde reist z.B. urplötzlich nach über einem Jahr wieder auf und fängt stark an zu bluten...). Hier hätte etwas mehr Kreativität und Realität dem Buch gut getan.  Leider war die Geschichte in weiten Teilen auch vorhersehbar und die Protagonisten nicht in der Tiefe ausgebaut, wie ich es mir gewünscht hätte.

 

Fazit:

 

Es ist ein nettes Buch für Zwischendurch mit einer schönen Grundidee. Es ist kein Überflieger, aber ein Buch, dass man gut und mit Freude lesen kann.

 

Weitere Informationen:

 

Titel: Die Tochter des Winzers

Autor: Kristen Harnisch

Verlag: Tinte & Feder, Amazon Media EU

Genre: Roman

Seitenzahl: 346 S.

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)