Rezension: Paper Princess - die Versuchung

Lesegrund: 

 

Selten, aber es kommt vor, suche ich nach einer Schnulze, nach leichter Kost, die mich träumen lässt. Mit "Paper Princess" fiel mir ein Jugendroman in die Hände, der mir eine Cinderella-Story versprach. Ich war entzückt und gespannt auf das Buch.

 

Inhalt:

 

"Ella Harper ist eine  Kämpferin. Und ziemlich hart im Nehmen. Was sonst bleibt einem übrig, wenn man in der Gosse aufwächst? Ihren Vater hat sie nie kennnengelernt, seit dem Tod ihrer Mutter arbeitet sie nachts in Bars, tagsüber sitzt sie in der Schule. Ihre größten Ziele: ein guter Abschluss und ein besseres Leben. Aber leicht ist das nicht. Dann steht eines Tages der Millionär Callum Royal vor der Tür. Er behauptet Ellas Vormund zu sein, und nimmt sie mit in die riesige Luxusvilla, in der auch seine fünf Söhne wohnen. Von einem auf den anderen Tag ist Ella zu einer Prinzessin geworden. Aber die fünf attraktiven Männer, Gideon, Reed, Easton, Sebastian und Sawyer, begrüßen ihre neue Stiefschwester nicht gerade mit offenen Armen. Sie machen Ella das Leben schwer - besonders Reed, der attraktivste von allen. Doch schon nach kurzer Zeit knistert es gewaltig zwischen den beiden. Weiß Ella, auf was sie sich eingelassen hat, oder werden die Royals sie ruinieren?"

 

(Textquelle: Piper Verlag)

 

Meine Meinung:

 

Es fällt mir schwer, eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben, also sage ich es frei heraus: ich habe nach einer Cinderella-Story gesucht, und einen Groschenroman erhalten. Nun gut, so ist das eben manchmal - in Büchern, wie im wahren Leben...

 

Die grundlegende "Aschenputtel"- Idee aufzugreifen ist nicht falsch und das Buch ist leicht und flüssig zu lesen, ohne komplizierte Worte und verschachtelte Sätze. Es ist also perfekt für zwischendurch. Die erzählte Geschichte ist jedoch unter ihren Möglichkeiten geblieben und dies liegt allem voran an der unrealistischen Darstellung des Lebens, in das die Hauptfigur geworfen wird. Oder wer hält es schon für wahrscheinlich, dass in einer amerikanischen Highschool ausschließlich extrem gut aussehende Jugendliche herumlaufen, welche sich täglich betrinken, in Käfigen tanzen und Mitschülern blutige Tampons in die Spinde legen? Da glaubt der Leser doch mit viel größerer Freude an die Kürbiskutsche aus Aschenputtel - dem Original.

 

Hinzukommen, abgesehen von der Hauptfigur Ella Harper, schlecht ausgearbeitete Protagonisten. Der Leser erfährt von der Attraktivität der Männer, indes ihre Charakterzügen bisweilen undefiniert bleiben. Ok, sie prügeln sich gerne aus unerfindlichen Gründen, sie sind wütend (der Leser erfährt nicht auf was) und sie trauern um ihre Mutter, die sich, so wird gemunkelt, dass Leben genommen hat - das Wieso und Weshalb bleibt jedoch auch hier undurchsichtig. Der Plot des Buches selbst ist ohne überraschende Wendungen und versucht sich mit Teenagersex á la Fifty Shades of Grey auf die letzte Seite zu retten. Schade.

 

 Fazit:

 

Paper Princess ist kein schlechtes Buch. Es ist, wie gesagt, ein Groschenroman für zwischendurch und ich werde mir den zweiten und dritten Teil nicht kaufen.

 

Informationen zu dem Buch:

 

Titel: Paper Princess - die Versuchung

Autor: Erin Watt

Verlag: Piper Verlag

Genre: Jugendroman/Romanze

Seitenzahl: 380

Kosten: € 12,99 (Taschenbuch)

ISBN: 978 - 3-492-06071-4

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